Die Knaus Tabbert AG hat ihre Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbessert. In einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld wirkten sich insbesondere die Maßnahmen zur Anpassung der Kostenbasis sowie eine höhere Gesamtleistung positiv auf die Profitabilität aus. Gleichzeitig blieb die Nachfrageentwicklung von einer verhaltenen Marktdynamik und einem zurückhaltenden Bestellverhalten des Handels geprägt.
Der Konzernumsatz belief sich im ersten Halbjahr 2026 auf EUR 503,9 Mio. nach EUR 571,7 Mio. im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht einem Rückgang von 11,9 Prozent. Der Absatz verringerte sich um 8,0 Prozent auf 10.551 Einheiten. Während die Verkäufe von Reisemobilen und Caravans unter dem Vorjahresniveau lagen, erhöhte sich der Absatz von Camper Vans um 7,1 Prozent.
Der Umsatzrückgang ist neben den niedrigeren Absatzmengen auch darauf zurückzuführen, dass der Vorjahreszeitraum in erheblichem Umfang durch den Abverkauf von Fahrzeugen geprägt war, die bereits in Vorperioden produziert worden waren. Trotz des Umsatzrückgangs erhöhte sich die Gesamtleistung um 2,5 Prozent auf EUR 519,4 Mio. Wesentlicher Treiber war der Wechsel von einem deutlichen Bestandsabbau im Vorjahreszeitraum zu einer positiven Bestandsveränderung im
ersten Halbjahr 2026.
Das bereinigte EBITDA erhöhte sich auf EUR 36,0 Mio. nach EUR 22,7 Mio. im Vorjahreszeitraum. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich von 4,0 Prozent auf 7,1 Prozent. Das bereinigte EBIT stieg auf 22,5 Mio. Euro nach 4,4 Mio. Euro im Vorjahr. Der Konzern erzielte im ersten Halbjahr einen Halbjahresüberschuss von 11,5 Mio. Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum ein Fehlbetrag von 4,8 Mio. Euro ausgewiesen worden war.
„Die Entwicklung im ersten Halbjahr zeigt, dass die eingeleiteten Maßnahmen erste operative Wirkung entfalten. Gleichzeitig bleibt das Marktumfeld anspruchsvoll. Deshalb konzentrieren wir uns weiterhin konsequent auf die Umsetzung unserer Maßnahmen, eine flexible Produktionssteuerung und die weitere Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Thomas Nickel, Vorstandsvorsitzender der Knaus Tabbert AG.
