Nach dem Ende der Sommerferien zeigt eine aktuelle Auswertung von PiNCAMP, dem Campingportal des ADAC die aktuellen Preise. Besonders stark sinken die Preise in klassischen Sommerdestinationen: In Kroatien sinkt der durchschnittliche Übernachtungspreis für eine Familie von 73 Euro in der Hochsaison auf 35 Euro in der Nebensaison – ein Unterschied von 53 Prozent oder rund 39 Euro pro Nacht. Auch in Italien (-38 Prozent), Spanien (-38 Prozent) und Frankreich (-36 Prozent) fällt der Saisoneffekt deutlich aus. Deutschland (-11 Prozent) zeigt zwar eine geringere Schwankung, in Mecklenburg-Vorpommern ist die Ersparnis mit 24 Prozent dennoch sehr attraktiv.
In keinem anderen der zwölf betrachteten europäischen Länder unterscheidet sich das Preisniveau zwischen Hoch- und Nebensaison so stark wie in Kroatien. Im Juli und August kostet eine Campingübernachtung für eine Familie dort durchschnittlich 73 Euro. In der Nebensaison sind es nur noch 35 Euro. Das sind 53 Prozent oder. rund 39 Euro weniger pro Nacht. Bei sieben Übernachtungen entspricht der Preisunterschied rechnerisch rund 270 Euro.
Auch in anderen klassischen Urlaubsländern sinken die Preise außerhalb der Hochsaison deutlich.
- Kroatien: -53 Prozent
- Italien: -38 Prozent
- Spanien: -38 Prozent
- Frankreich: -36 Prozent
Am günstigsten campen Familien in der Nebensaison in:
- Frankreich: 29 Euro
- Schweden: 31 Euro
- Norwegen: 32 Euro
Europaweit liegt der durchschnittliche Nebensaisonpreis bei 35 Euro pro Nacht, der Preisunterschied zur Hauptsaison beträgt 29 Prozent.
“Camping im Herbst wird spürbar günstiger. Wer nicht auf die Sommerferien angewiesen ist, kann jetzt deutlich sparen”, sagt Uwe Frers, Campingexperte und Geschäftsführer von PiNCAMP, dem Campingportal des ADAC.
Deutschland: An der Küste sinken die Preise besonders stark
In Deutschland fallen die saisonalen Preisunterschiede deutlich geringer aus als in den großen Mittelmeerzielen. Bundesweit kostet eine Campingübernachtung für eine Familie in der Nebensaison durchschnittlich 36 Euro statt 41 Euro im Juli und August – ein Unterschied von 11 Prozent beziehungsweise rund 5 Euro pro Nacht. An der deutschen Küste ist der Effekt dagegen deutlich stärker. Die größten Preisunterschiede zwischen Hoch- und Nebensaison zeigen sich in:
- Mecklenburg-Vorpommern: -24 Prozent
- Schleswig-Holstein: -20 Prozent
- Niedersachsen: -12 Prozent
Durch die starken Preisrückgänge gehören die Bundesländer an Nord- und Ostsee in der Nebensaison zugleich zu den günstigsten in Deutschland:
- Schleswig-Holstein: 31 Euro
- Thüringen: 32 Euro
- Mecklenburg-Vorpommern: 33 Euro
- Niedersachsen: 34 Euro
Aktuelle Buchungslage: Italien meistgebuchtes Herbstziel – Bayern legt um 76 Prozent zu
Italien ist das meistgebuchte Auslandsziel deutscher Camper im Herbst. 27 Prozent der bei PiNCAMP erfassten Buchungen für Reisen im September und Oktober entfallen auf italienische Campingplätze. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Buchungsplus von 20 Prozent. Ebenfalls stark gefragt sind Kroatien mit 21 Prozent und Frankreich mit 16 Prozent des betrachteten Buchungsvolumens. Auf Campingreisen innerhalb Deutschlands entfallen 18 Prozent der Herbstbuchungen. Besonders stark legt Bayern zu mit einem Plus von 76 Prozent gegenüber dem Vorjahresstand.
“In Südeuropa sehen wir eine zunehmende Verlängerung der Camping-Saison. In Deutschland liegt der Fokus der Camper stärker auf kurzen Wegen und flexiblen Reisen. Bei wechselhafterem Wetter spielen hier Campingplätze ihre Stärken aus, die neben dem klassischen Outdoor-Erlebnis auch Wellness-, Thermal- oder Indoorangebote bieten”, sagt Uwe Frers.
Kurze Herbstreisen werden rund vier Wochen vorher gebucht
Campingreisen im September und Oktober dauern bei den betrachteten Buchungen auf PiNCAMP durchschnittlich sechs Tage. Kürzere Aufenthalte von weniger als sieben Tagen werden dabei vergleichsweise kurzfristig geplant: Zwischen Buchung und Reisebeginn liegen im Durchschnitt rund vier Wochen. Damit ist auch Mitte September ein Teil der Herbstnachfrage noch nicht entschieden. Besonders in Südeuropa und an den deutschen Küsten kann sich für flexible Camper die Verschiebung des Reisezeitpunkts preislich deutlich bemerkbar machen.
Methodik
Die Preisdaten stammen aus einer Sonderauswertung der PiNCAMP Preisanalyse 2026. Ausgewertet wurden die Preisangaben von rund 2.300 Campingplätzen in den wichtigsten Urlaubsländern deutscher Camper. Grundlage der Berechnung ist der Gesamtpreis pro Nacht für eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind bis zehn Jahre inklusive Standplatz für ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen mit Zugfahrzeug; Zeltplätze wurden nicht berücksichtigt.
Für den europäischen Vergleich wurden Deutschland, Italien, Frankreich, Kroatien, die Niederlande, Spanien, Österreich, Dänemark, Schweden, Norwegen, die Schweiz und das Vereinigte Königreich berücksichtigt. Bei der Auswertung nach deutschen Bundesländern wurden die Stadtstaaten sowie das Saarland aufgrund geringer Fallzahlen nicht berücksichtigt. Als Hochsaison gelten in der Auswertung die Monate Juli und August. Die ausgewiesenen Nebensaisonpreise beziehen sich auf die übrigen Saisonzeiträume. Bei den Preisen handelt es sich um von den Campingplätzen gemeldete Saisonpreise und nicht um Live-Angebotspreise für einen konkreten Aufenthalt. Für die Analyse des Buchungsverhaltens wurden die jeweils bis zum 1. September vorliegenden PiNCAMP-Buchungen für Reisen deutscher Camper im September und Oktober ausgewertet. Die genannten Buchungsanteile und Veränderungen beziehen sich ausschließlich auf das über PiNCAMP erfasste Buchungsvolumen.
