Wie die Zeitschrift „Schwäbische“ aus Ravensburg in ihrem Nachrichten-Online-Portal berichtet, war das Abfindungsangebot bei Dethleffs so attraktiv, dass mehr Mitarbeiter gehen wollten als geplant. 90 verlassen nun den Freizeitfahrzeug-Hersteller. Die für Dethleffs erfreuliche Folge: Der Firma bleiben betriebsbedingte Kündigungen und das Aufstellen eines Sozialplans erspart. Dies schwebte bis zuletzt wie ein „Damoklesschwert“ über Dethleffs, wie Marcel Weißgerber, der Vorsitzende des Betriebsrats, sagte.
Abgesehen vom Damoklesschwert sollte allerdings berücksichtigt werden, dass die Formulierung „attraktiver Stellenabbau“ keine gut verpackte Negativmeldung darstellt!
Im exklusiven Gespräch mit Camper Professional Deutschland hebt Kibler in Bezug auf die Meldung hervor: „Mir ist wichtig, dass nicht der Eindruck entsteht, dass die Marke Dethleffs leidet. Wir haben nur – wie andere Hersteller auch – im Caravan-Bereich mit Rückgängen zu kämpfen. Unsere Kapazitätsanpassungen wurden hauptsächlich durch die starken Rückgänge im OEM-Geschäft und bei den UrbanCampern nötig. Nach wie vor schreiben wir positive Ergebnisse und sind keinesfalls im Sanierungsmodus. Als seriöse Kaufleute wollen wir bei Dethleffs mit diesen Maßnahmen unsere Firma, die über 95 Prozent ihrer Produkte in Isny im Allgäu am Stammsitz produziert, nachhaltig sichern sowie an die neue Markt- und vor allem Wettbewerbssituation anpassen. Wir sind jetzt froh, dass das allererste soziale Freiwilligenprogramm so gut gewirkt hat, wir damit fertig sind und jetzt wieder positiv nach vorne schauen können. Die aktuelle Auftragslage sowohl bei Dethleffs als auch bei Crosscamp – wo wir im Sommer mit einem komplett neuen Programm durchgestartet sind – stimmt uns sehr positiv.“
