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Ahorn Camp startet neue Modellgeneration und treibt europäische Expansion voran

Seit mehr als drei Jahrzehnten entwickelt Ahorn Camp Reisemobile mit klarem Qualitätsanspruch und ausgeprägtem Marktverständnis. Vom Hauptsitz in Speyer aus steuert das familiengeführte Unternehmen heute ein Netzwerk aus drei eigenen Niederlassungen, über 30 Handelspartnern in Deutschland sowie weiteren Standorten im europäischen Ausland. In den vergangenen Jahren hat sich die Marke zu einem der wachstumsstärksten Anbieter im deutschen Reisemobilmarkt entwickelt.

Ein wesentlicher Baustein dieser Entwicklung ist das sogenannte Direct Dealer Sales-Modell (DDS), bei dem Reisemobile gezielt über Renault-Autohäuser vertrieben werden. Ziel ist es, die Professionalität und Infrastruktur des Automobilhandels für den Reisemobilvertrieb zu nutzen und gleichzeitig die Kundennähe durch eigene Niederlassungen und Direktvertrieb zu sichern. Rund die Hälfte des Geschäfts wickelt Ahorn Camp über eigene Niederlassungen ab. Der direkte Endkundenkontakt fließt strukturiert in Produktentwicklung, Vertriebssteuerung und Schulung der Handelspartner ein.

Mit dem Modelljahr 2026 hat Ahorn Camp die industrielle Basis seiner Produktion neu ausgerichtet. Seit 2025 entstehen die Fahrzeuge im Rahmen einer strategischen Fertigungskooperation mit der Erwin Hymer Group im Laika-Werk in San Casciano in Val di Pesa (Italien). Ziel der Zusammenarbeit ist eine weitere Professionalisierung von Fertigungsprozessen, Qualitätsstandards und Produktionssicherheit. Ahorn Camp bleibt dabei ein eigenständiges, familiengeführtes Unternehmen.

Technische Basis der neuen Modellgeneration ist die vierte Generation des Renault Master, die Ahorn Camp exklusiv einsetzt, und die 2025 als „Van of the Year“ ausgezeichnet wurde. Seit 2014 setzt Ahorn Camp ausschließlich auf Renault-Chassis. Mit der aktuellen Baureihe umfasst das Portfolio elf Modelle – darunter neun Reisemobile und zwei Campervans – und deckt damit ein breites Kundenspektrum ab.

Die neue Generation erfüllt bereits heute die ab Juli 2026 verpflichtenden EU-Regularien (GSR II sowie UNECE R155 und R156) in den Bereichen Fahrzeugsicherheit, Cybersecurity und Software-Update-Management. Innerhalb des europäischen Reisemobilmarktes gehört Ahorn Camp damit zu den ersten Anbietern mit einer durchgängig entsprechend homologierten Modellreihe.

Parallel zur Einführung der neuen Modellgeneration treibt Ahorn Camp die Internationalisierung voran. Neben Deutschland stehen Frankreich, Italien, Spanien, Belgien, Polen und Teile Skandinaviens im Fokus. In Frankreich hat der operative Markteintritt bereits begonnen: Fahrzeuge können direkt über die Zentrale in Speyer bestellt werden, französischsprachige Ansprechpartner sind etabliert. Der Aufbau eines strukturierten Händlernetzes läuft. Italien ist als nächster Expansionsschritt vorgesehen.

Auch organisatorisch wurde investiert: Neue ERP- und CRM-Systeme, digitale Lead-Prozesse sowie eine optionale Systemanbindung für Handelspartner sollen Skalierbarkeit und Effizienz sichern, ohne die unternehmerische Flexibilität einzuschränken.

Ein ausführliches Interview mit Geschäftsführer Alexander Reichmann zur strategischen Neuausrichtung, zur Rolle der europäischen Partnerschaften und zu den weiteren Expansionsplänen erscheint in den nächsten Ausgaben von Camper Professional Italia und Camper Professional Deutschland.