Stellantis N.V. hat seine geschätzten konsolidierten Auslieferungen für das dritte Quartal 2026 veröffentlicht. Der Begriff „Auslieferungen“ beschreibt dabei die Menge der Fahrzeuge, die an Händler, Vertriebspartner oder direkt vom Unternehmen an Einzelhandels- und Flottenkunden ausgeliefert worden sind, was sich in der Regel auf den Umsatz auswirkt.
Die konsolidierten Auslieferungen für die drei Monate zum 30. September 2026 beliefen sich auf schätzungsweise 1,3 Millionen Einheiten, was einem Rückgang von 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das Wachstum bei rein elektrischen Fahrzeugen (BEV) in der Region „Enlarged Europe“ wurde sowohl durch geringere Volumina in Nordamerika ausgeglichen, was auf die geplante Produktionspause im Sommer zurückzuführen ist, sowie durch die Entwicklung in der Region Naher Osten & Afrika, hauptsächlich aufgrund eines Rückgangs auf dem türkischen Markt.
In Nordamerika gingen die Auslieferungen im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um etwa 47.000 Einheiten bzw. 12 Prozent zurück, hauptsächlich aufgrund geplanter Produktionspausen, die bestimmte Jeep® Modelle, darunter Grand Cherokee* und Compass, stark beeinflussten und jeweils um etwa 25.000 Einheiten im Vergleich zum Vorjahr zurückgingen. Dies konnte durch das Wachstum bei Ram ausgeglichen werden, hier erhöhten sich die Auslieferungen im Jahresvergleich um etwa 17.000 Einheiten, angetrieben durch die Nachfrage nach neuen und aufgefrischten Produkten sowie erweiterte Antriebslinien, darunter der Ram 1500 Leichtlast-HEMI®.
In der Region „Enlarged Europe“ stiegen die Auslieferungen im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um etwa 54.000 Einheiten, bzw. 10 Prozent. Das Wachstum wurde von Fahrzeugen der Stellantis-Marken und Leapmotor getragen, wobei batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) der wichtigste Wachstumstreiber waren. Für die Stellantis-Marken wurde das Auslieferungswachstum hauptsächlich durch etwa 26.000 Einheiten der Smart-Car-Plattform angetrieben, darunter der Citroën C3 und C3 Aircross, Opel/Vauxhall Frontera sowie Fiat Grande Panda. Der neue Fiat 500 Hybrid (Kraftstoffverbrauch 5,2-5,3 l/100 km; CO2-Emissionen 117-123 g/km; CO2-Klasse: D.**) und der neue Jeep® Compass leisteten mit rund 6.000 bzw. 5.000 Einheiten ebenfalls einen positiven Beitrag. In geringerem Maße unterstützten auch die Auslieferungen von leichten Nutzfahrzeugen das Wachstum, mit einer Steigerung von etwa 7.000 Einheiten, angeführt von BEV-Varianten. Diese Zuwächse wurden teilweise durch einen Rückgang der Auslieferungen anderer Modelle um etwa 28.000 Einheiten ausgeglichen, darunter Opel Corsa, Opel Mokka, Citroën C4, Alfa Romeo Junior und Peugeot 2008. Die Auslieferung von Fahrzeugen der Marke Leapmotor stieg um etwa 34.000 auf 44.000 Einheiten, unterstützt durch die Neueinführungen des B10 und des B03X.
Im Nahen Osten und Afrika gingen die Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 20.000 Einheiten – oder 21 Prozent – zurück. Hauptursache war die geringe Nachfrage in der Türkei, wo die Auslieferungen vor dem Hintergrund eines ungünstigeren Marktumfelds und aufgrund geringerer Importe im Vorfeld des für Oktober 2026 geplanten Starts der lokalen Produktion von leichten Nutzfahrzeugen um etwa 21.000 Einheiten zurückgingen. Höhere Auslieferungen in Algerien und Marokko glichen die geringeren Volumina in den Ländern Golf-Kooperationsrats (GCC), die vom regionalen Konflikt betroffen waren, mehr als aus.
In Südamerika gingen die Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um etwa 1.000 Einheiten leicht zurück. Das Wachstum in Brasilien, wo die Auslieferungen um etwa 13.000 Einheiten zunahmen, was auf günstige Branchenbedingungen zurückzuführen ist, wurde durch geringere Auslieferungen in anderen Märkten mehr als ausgeglichen. Dies betraf insbesondere Argentinien, wo die Auslieferungen aufgrund schwächerer Marktbedingungen um rund 11.000 Einheiten zurückgingen.
Die Auslieferungen in der Region Asien/Pazifik lagen im dritten Quartal bei 15.000 Einheiten und gingen damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6 Prozent zurück. Hauptursache waren niedrigere Auslieferungen in Japan infolge schwächerer Marktbedingungen sowie eines ungünstigen Vergleichs mit dem Vorjahr, das von höheren Volumina durch Produktneueinführungen geprägt war. Höhere Volumina in Indien, darunter auch Fahrzeuge auf der Smart-Car-Plattform, konnten diesen Rückgang teilweise ausgleichen.
