Der Salone del Camper 2026 in Parma wurde mit großem Interesse von Regierungsinstitutionen an der Caravaning-Industrie eröffnet. Nachdem Minister Tommaso Foti an der offiziellen Eröffnungszeremonie teilgenommen hatte, hat Italiens neuer Tourismusminister Gianmarco Mazzi die Messe am Montag, dem 14. September, besucht und bekräftigte damit die Absicht der Regierung, das Caravaning und den Freilufttourismus weiterhin zu unterstützen. Die 17. Ausgabe des „Salone del Camper“, Italiens führender Messe für Freizeitfahrzeuge und Freilufttourismus, wurde am 12. September auf dem Messegelände „Fiere di Parma“ in Anwesenheit von Tommaso Foti, Minister für europäische Angelegenheiten, den Nationalen Wiederaufbau- und einem Resilienzplan sowie einer Kohäsionspolitik, eröffnet.
Während der Eröffnungsrede hob Foti die wirtschaftliche und touristische Bedeutung der Branche hervor und ging auf mehrere Themen ein, die für die italienische Freizeitfahrzeugindustrie zunehmend an Bedeutung gewinnen, darunter die Notwendigkeit einer besseren Infrastruktur und einer stärkeren Anerkennung des Reisetourismus. Eine der deutlichsten Botschaften des Ministers betraf die Besteuerung von Menschen mit Behinderungen. Foti bezeichnete die derzeitige unterschiedliche Mehrwertsteuerbehandlung von Wohnmobilen und Wohnwagen im Vergleich zu Personenkraftwagen, die von Menschen mit Behinderungen erworben werden, als eine Ungleichheit, die beseitigt werden müsse.

Auf seine Anwesenheit bei der Eröffnung folgte zwei Tage später der Besuch von Gianmarco Mazzi, dem italienischen Tourismusminister, der die Gelegenheit nutzte, um die Unterstützung der Regierung für den Freiluft- und Wandertourismus zu bekräftigen. Mazzi, der im Juli 2026 sein Amt als Tourismusminister antrat, betonte, dass die Branche weiterhin eine Priorität für das Ministerium darstelle, und bestätigte, dass die Investitionen in Stellplätze für Wohnmobile fortgesetzt würden. Das Ministerium hat bereits 32 Millionen Euro für Projekte zur Schaffung neuer und zur Verbesserung bestehender Stellplätze bereitgestellt, wobei es sich um mehr als 150 Projekte in 169 italienischen Gemeinden und rund 4.375 Stellplätze handelt.
„Wir glauben fest an diese Form des Tourismus“, sagte Mazzi und erklärte, dass der Wohnmobil- und Caravaning-Tourismus zu einigen der Hauptziele der italienischen Tourismusstrategie beitragen könne, darunter die Verteilung der Besucherströme über überlaufene Reiseziele hinaus, die Ausweitung der touristischen Aktivitäten über die traditionelle Hochsaison hinaus und die Beschleunigung der Digitalisierung.
Der Minister wies zudem die seit langem bestehende Auffassung zurück, dass der Wohnmobil- und Caravaning-Tourismus ein Segment mit geringen Ausgaben sei, und betonte, dass Reisende mit Wohnmobilen einen wirtschaftlichen Mehrwert für die lokalen Gemeinden generieren und dass moderne Freizeitfahrzeuge selbst zunehmend anspruchsvolle, hochwertige Produkte darstellen. Auf die Frage, ob die Regierung beabsichtige, weiterhin in die Infrastruktur für Übernachtungsplätze zu investieren, gab Mazzi eine klare Antwort und bestätigte, dass die Förderung neuer Stellplätze und Einrichtungen fortgesetzt werde. Dies ist ein wichtiges Zeichen für die Kontinuität des Engagements der italienischen Regierung für den Caravaning-Sektor. Unter der ehemaligen Tourismusministerin Daniela Santanchè, die Mazzi im Amt vorausging, hatte das Ministerium bereits engere Beziehungen zur Branche aufgebaut und bedeutende Fördermaßnahmen für Wohnmobil-Rastplätze eingeführt. Mazzis Besuch in Parma und sein Bekenntnis, den Freiluft- und Wandertourismus weiterhin zu unterstützen, deuten darauf hin, dass diese politische Ausrichtung unter dem neuen Minister fortgesetzt wird.
Die institutionelle Anerkennung kommt zu einem günstigen Zeitpunkt für die italienische Wohnmobilbranche. Nach Angaben des APC – des italienischen Verbandes der Caravan- und Wohnmobilhersteller – wurden in Italien zwischen September 2025 und August 2026 8.144 neue Wohnmobile zugelassen, was einem Anstieg von 4,95 % gegenüber den 7.760 Fahrzeugen der vorangegangenen Saison entspricht. Italien ist zudem nach Deutschland und Frankreich das drittgrößte Reisemobil-Produktionsland in Europa mit einer Jahresproduktion von rund 27.000 Fahrzeugen, wobei mehr als 80 % der inländischen Produktion exportiert werden.
